Neuigkeiten 2017 - 1

Sehr verehrte Patienten!

Mit dieser Seite wollen wir Sie wieder mit einem interessanten Thema aus  der Praxis vertraut machen.

Nach der erfolgreichen Integration von Herrn Dr. Maximilian H. Wenzl, welche mit vielen neuen Ideen in unserer Praxis einherging, habe ich im September 2016 eine erneute Fortbildung zum Master of Science in Parodontologie begonnen und habe diese Ausbildung im Januar 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Also dieses Mal Parodontologie…..

Der neueste Stand der Erkenntnisse im Bereich der Parodontologie zeigt sich wie folgt:

Diabetes und Parodontitis
Der Schweregrad der Parodontitis ist erhöht. Der Fortschritt der Parodontitis bei Diabetes ist beschleunigt. Das Risiko für Parodontitis ist deutlich abhängig von der glygämischen Einstellung durch den Diabetologen. Eine erfolgreiche Parodontitisbehandlung ist auch bei Diabetikern möglich. Nach einer Parodontitisbehandlung verbessert sich auch die glyämische Einstellung.

Kardiovaskuläre Erkrankungen und Parodontitis
Schwache, bzw. moderate Assoziation zwischen parodontalen und kardiovaskulären Erkrankungen, diese sind wahrscheinlich geschlechtsabhängig. Die Entstehung von Artheriosklerose durch parodontale Mikroorganismen ist im Tierversuch herstellbar.
Eine Verbesserung der endothelialen Falschfunktion ist durch die Parodontitistherapie möglich. Ungeklärt bleibt, ob durch eine Parodontititsbehandlung einem Myokardinfarkt, einem Schlaganfall oder einer arteriellen Verschlusskrankheut vorgebeugt werden kann.

Frühgeburten / Untergewicht von Neugeborenen und Parodontitis
Starker Zusammenhang zwischen Frühgeburtlichkeit / Untergewicht von Neugeborenen und Parodontitis. Kein eindeutiger Beweis, dass Parodontitistherapie das Risiko für Frühgeburtlichkeit senkt. Eine nichtchirurgische Parodontitistherapie im mittleren Bereich der Schwangerschaft ist für die Patientin sicher.

Rheumatische Arthitis und Parodontitis
Eine rheumatische Arthritis ist häufiger bei Parodontitis und umgekehrt.
Es gibt eine ursächliche Beziehung zueinander. Die rheumatische Arthritis verbessert sich durch eine Parodontitistherapie.

Adipositas (Fettleibigkeit) und Parodontitis
Eindeutige Beweise, dass Adipositas mit Parodontitis und Zahnverlust assoziiert ist.
Keine Beweise vorhanden, dass Adipositas die parodontale Heilung beeinträchtigt.
Gemeinsame Risikofaktoren sind noch nicht bekannt.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Parodontitis
Starker Zusammenhang zwischen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen mit oralen Defekten, Parodontitis und Zahnverlust. Ursachen des Zusammenhangs wenig erforscht. Patienten chron.-entz. Darmerkrankungen (IBD) und oralen Beschwerden müssen umfassend auf parodontale Defekte untersucht werden.

Osteoporose und Parodontitis
Sehr starker Zusammenhang zwischen Oesteoporose und Parodontitis. Kausalität und Richtung der Entwicklung noch nicht vollständig bekannt. Osteoporosezeichen im Orthopantomogramm zu sehen.

Demenz, Parkinson- und Alzkeimer-Erkrankung und Parodontitis
Zusammenhang zu Parodontitis plausibel. Schlechte Mundhygiene durch eingeschränkte Motorik. Mundtrockenheit, Gewichtsabnahme.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Heinrich G. Wenzl, M.Sc. M.Sc.
Dr. Maximilan H. Wenzl